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Die ersten 40 Yogastunden

meine ersten Schritte als Yogalehrerin

Es ist noch nicht so lange her, da habe ich mich als frisch gebackene Yogalehrerin gefragt, ob ich wohl je eine Routine in meinen Stunden bekommen würde, sozusagen ein Autopilot! Glücklicherweise ist das nicht der Fall, denn jede Stunde ist für mich anders und immer eine Mischung aus geplanten Sequenzen und spontane Anpassungen je nach Gemütslage der Teilnehmer und deren Babys und wie ich die Energie im Raum wahrnehme.

 

Eine meiner lieben Freundin und treue Yogaschülerin hatte mich vor ein paar Monaten gefragt, ob ich nicht von meinen Anfängen als Yogalehrerin berichten wolle, aber irgendwie kam es nie dazu. Nach der 40. Stunde finde ich es angemessen eine Art Revue über mein Debüt als Yogalehrerin zu schreiben.

 

Ich habe tatsächlich bereits 40 offizielle Yogastunden gegeben, selbstverständlich gab es zusätzlich auch noch ein paar Stunden mit „friends & family“. Und? Wie fühlt sich das an? Wirklich gut! Es ist stimmig und meinem Körper geht es so gut wie nie zuvor. Das liegt sicherlich zum einen daran, dass ich die Asanas vorher zu Hause übe, zum anderen, dass ich in den Yogastunden die meisten Übungen selbst vor- bzw. mitmache – ich finde das insbesondere in kleinen Gruppen netter, als wenn ich als Yogalehrerin ständig bei den Teilnehmern die Posen korrigiere.

 

Am Anfang habe ich meine Stunden fast auf die Minute genau geplant, um ja genug Zeit für „Cool-down“ und Shavasana zu haben. Da alle meine Stunden gemeinsam mit Babys bzw. Kleinkindern stattfinden, habe ich jedoch bald gemerkt, dass ich mich oft von meiner geplanten Stunde lösen, und spontan die Stunde so gestalten muss, damit es für Mamas und Kinder ideal passt. Außerdem habe ich sobald ein Baby schreit das Bedürfnis Übungen einzubauen, damit sich die Kinder beruhigen und das ist meist nicht 100% passend zu dem „flow“, den ich mir vorher überlegt habe. Aber es passt sehr gut zu meinem Stil, da ich auch in meinem „richtigen Leben“ Besprechungen, Präsentationen und Veranstaltungen so geplant und durchgeführt habe und warum sollte das im Yoga anders sein?

 

Was wäre mein Rat an andere frisch gebackene Yogalehrer?

Sei authentisch, so wie Du sonst im Leben auch bist – nur weil die meisten Yogalehrer eher ruhig, esoterisch und sehr spirituell sind, bedeutet nicht, dass Du es auch sein musst. Plane ein paar Stunden durch, wenn es Dir die notwendige Sicherheit gibt, aber lass die „Stimmung im Raum“ auf Dich wirken und gehe auf das ein, was die Teilnehmer in dem Moment brauchen und was sich für Dich stimmig anfühlt.

 

Ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon auf meine nächsten 40 Yogastunden als Yogalehrerin!

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