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Tag 8 der Herausforderung: Meditation mit Kind

Experiment abgeschlossen

Der heutige Morgen fing als richtig ungemütlicher Herbsttag an und mein kleiner Mann hat mich bereits kurz nach dem Frühstück etliche Male getestet, ob es mir mit meinen Regeln, dass man auf den Möbeln nicht rumturnen oder von ihnen hinunter springen darf, wirklich ernst ist. Das konnte eigentlich nur bedeuten, dass wir etwas unternehmen mussten und da mir der Stundenplan von meinem Fitnessstudio heute nicht zugesagt hat, sind wir im Wald laufen gegangen. Leider ist mein süßer Sohn dabei fast eingeschlafen, und es war noch gar nicht Schlafenszeit, so dass ich ihn kontinuierlich versucht habe, abzulenken und ihn dann schlussendlich aus dem Kinderwagen genommen habe, damit er selbst etwas gehen konnte. Tja, wenn man jedes Blümchen am Wegesrand bestaunen und anfassen möchte und jedes Blatt, das auf dem Boden liegt, aufsammelt, dann kommt man nicht sehr weit, aber es war so schön ihm dabei zuzuschauen.

 

Nach dem Mittagessen habe ich meinen süßen Sohn für seinen Mittagsschlaf in sein Bettchen gelegt, und er hat fast sofort tief und fest geschlafen. Was für eine tolle Gelegenheit für mich etwas zu erledigen. Nachdem ich ein paar Dinge gerichtet habe, habe ich mich neben sein Bett gesetzt und meditiert. Es ging erstaunlich gut; ich konnte mich auf meinen Atem konzentrieren und war von Geräuschen sowie meinen Gedanken weitestgehend ungestört. Nach etwas mehr als 15 Minuten habe ich mich auf mein Bett gelegt und die Meditation in Shavasana fortgeführt, wobei ich eingeschlafen bin und erst nach ca. 20 Minuten aufgewacht bin, als mein Sohn seinen Nachmittagsschlaf beendet hat.

 

Der Nachmittag war durchwachsen, die meiste Zeit war es sonnig, aber es gab auch ein paar heftige Regengüsse. Natürlich habe ich genau den Zeitpunkt für einen Besuch auf dem Spielplatz so gewählt, dass es so richtig geschüttet hat, als wir auf dem Spielplatz angekommen waren. Aber frei nach dem Motto: es gibt kein schlechtes Wetter nur unangemessene Kleidung, hat mein Sohn auf dem Spielplatz gespielt. Erstaunlich, dass wir weit und breit die einzigen dort waren. Nach ca. 20 Minuten musste ich dann schließlich einsehen, dass wir noch nicht wirklich angemessen gekleidet waren und so sind wir wieder nach Hause gegangen. Ich muss diese Woche unbedingt noch Regenstiefel für den kleinen Mann kaufen.

 

Der restliche Nachmittag haben wir mit Lego und Bauklötzen verbracht und mein Sohn hat mich mit einigen neuen Fähigkeiten überrascht, von denen ich nicht wusste, dass er sie kann und ihn auch sie ihn auch nie habe üben sehen. Einfach beeindruckend wie Kinder lernen und sich entwickeln!

 

Beim Abendessen landete dann schließlich einiges Essen auf dem Boden. Ich habe entschieden, dass ich das gut finde, denn entweder hat mein Sohn jetzt ein Sättigungsgefühl und isst nur bis er voll ist oder aber er hat seinen eigenen Geschmack entwickelt und isst halt nicht mehr uneingeschränkt alles. Beides finde ich ok.

 

Die Meditation heute Nachmittag sowie das kleine Nickerchen haben sich sehr gut angefühlt. Ich glaube, dass ich es nur schaffen werde, die Meditationspraxis regelmäßig durchzuführen, wenn ich dafür einen festen Punkt in meinem Tagesablauf finde und der Mittagsschlaf von meinem Kleinen ist dafür sehr geeignet.

 

Fazit meines Experimentes nach 8 Tagen: an 2 Tagen hat die Meditation gut geklappt, an 3 Tagen hatte ich zwar einen Anlauf genommen, aber es hatte nicht so gut geklappt und an 3 Tagen habe ich es gar nicht erst versucht. Immerhin, das ist mehr als ich die 14 Monate davor gemacht habe und es hat mir geholfen, wieder etwas achtsamer zu sein und mehr auf mich und mein Inneres zu hören und das hat mir sehr gut getan.

 

Ich werde ab jetzt versuchen, mittags regelmäßig zu meditieren!

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