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Tag 3 der Herausforderung: Meditation mit Kind

In alte Gewohnheiten zurückfallen

Heute war ein sehr guter Tag! An was ich das diese Tage festmache? In erster Linie am Schlafen. Wenn mein Sohn lange genug schläft und seine Schlafenszeiten in etwa einhält und ich früh genug ins Bett gegangen bin, um gegen 6 Uhr einigermaßen „ausgeschlafen“ zu sein, dann ist die Basis für einen guten Tag gelegt. Tatsächlich startete unser Tag heute erst um 6:15 Uhr und ich bin neben einem gut gelaunten Baby wachgeworden (Jackpot!).

 

Heute Vormittag waren wir in Mannheim, um im Flow Yoga zu praktizieren. Elene hatte heute eine Stunde zum Thema „Licht & Leichtigkeit“ geleitet und es war eine tolle Mischung aus Vinyasa und Yin Yoga, so dass ich danach sehr entspannt und zufrieden war. Der kleine Mann war super brav in der Kinderbetreuung, obwohl er heute das einzige Kind dort war, und hat schön gespielt bis ich wiederkam. Leider ist er dann auf der Rückfahrt im Auto eingeschlafen. Alarmstufe gelb: Kind schläft im Auto ein, dann kann es sein, dass der Schlafrhythmus für den Tag durcheinander ist und man ein unausgeschlafenes und unleidliches Kind hat! Aber der Transport von der Garage ins Kinderbettchen hat einwandfrei geklappt und das Mittagsschläfchen war zwar etwas früh, aber fast so lang wie normal. So, jetzt war aber Mamas Rhythmus durcheinander: Kind schläft, Mama ist hungrig aber nicht müde. Und schon bin ich in meine alten Gewohnheiten zurückgefallen und habe mich zuerst um die Wäsche in der Waschmaschine gekümmert und mich dann an den Laptop gesetzt. Hatte ich mir doch gestern fest vorgenommen, dass ich ab jetzt immer während der Kleine seinen Mittagsschlaf macht, zuerst meditiere und wenn ich in der Nacht zu wenig geschlafen hatte, mich dann noch etwas hinlege.  

 

Oh, Mann! Jetzt rede ich hier schon von alten Gewohnheiten, dabei was das vor eineinhalb Jahren noch ganz anders. Hat sich wirklich alles geändert??? Dreht sich aktuell wirklich alles nur noch um Schlaf, Schlafrhythmus, zahnen, Windel wechseln, Kinderspielplätze?!? Wow, hätte mir das mal einer vor 2 Jahren gesagt, dem hätte ich erzählt, was ich von seinen stereotypischen Klischees halte, und dass ich als Power-Frau bis jetzt noch mit jedem Job, jedem Kunden, jedem Team und jedem Chef klargekommen bin. Tja, ein Kind ist halt eben kein Job, das scheint ein großer Unterschied zu sein, wie mir klar geworden ist.

 

Der Nachmittag war auch sehr schön. Zuerst haben wir meine neue Yogamatte eingeweiht und dann ging es zum Spielplatz. Mein süßer kleiner Mann hat mich heute immer wieder gedrückt und „geküsst“, also in mein Kinn gebissen. Es war wirklich sehr süß. Eine Freundin, mit der wir uns auf dem Spielplatz verabredet hatten, meinte, dass ihre Kinder das immer machen kurz bevor sie krank werden oder einen Entwicklungsschub durchmachen. Ich hoffe, dass es bei uns nur ein einfacher Schub von Zuneigung ist!

 

Der Kleine hat auf dem Spielplatz sehr viel herumgetobt und war dementsprechend heute Abend sehr müde, so dass ich ihn etwas früher als sonst ins Bett gebracht habe. Dann habe ich mich neben sein Bett gesetzt und versucht zu meditieren, aber ganz ehrlich ich hatte so viele Gedanken im Kopf von Sachen, die ich noch machen sollte, dass ich nicht zur Ruhe kam. Ich hatte ein regelrechten „monkey mind“ und nach nur etwa 10 Minuten, was mir sehr lange vorkam, habe ich dann entschieden, aufzugeben und es morgen nochmals zu versuchen.

 

Es ist wirklich so einfach, sich ablenken zu lassen. Morgen versuche ich es wieder. Vielleicht klappt die Meditation dann wieder besser, aber ich bin trotzdem ganz entspannt. Es war wirklich ein schöner Tag!

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